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Tibet – Chinesische Botschaft ignoriert 10.000 Stimmen für politischen Gefangenen Dhondup Wangchen

26 März 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Die chinesische Botschaft hat am heutigen internationalen Aktionstag des politischen Gefangenen die Annahme einer Petition zur Freilassung des tibetischen Filmemachers Dhondup Wangchen verweigert. Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) und der Verein der Tibeter in Deutschland e.V. (VTD) hatten über 10.000 Unterschriften gesammelt, um ihrer Forderung an den chinesischen Präsidenten Hu Jintao Nachdruck zu verleihen. Sie verlangen Aufklärung über Verbleib und Verfassung des Gefangenen, der lediglich sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat, sowie seine unverzügliche Freilassung.

„Wir sind heute abermals an der chinesischen Mauer des Schweigens gescheitert. Es ist ein wahres Armutszeugnis für die Regierung der Volksrepublik China, dass sie nicht einmal die Zustellung einer Petition ertragen kann“, erklärt der TID-Vorsitzende Wolfgang Grader. „Die Unverfrorenheit, mit der die chinesische Regierung nicht nur das tibetische Volk unterdrückt, sondern auch alle Kritiker ihrer Politik weltweit mundtot machen will, erfordert unser engagiertes Eintreten für die Rechte der politischen Gefangenen auch von Deutschland aus.“

Der tibetische Filmemacher Dhondup Wangchen befindet sich seit März 2008 in chinesischer Haft. Er wurde festgenommen, nachdem er Material für den Dokumentarfilm „Leaving Fear Behind“ (dt. Die Angst überwinden) gedreht und außer Landes geschmuggelt hatte. Der Fall des Dhondup Wangchen steht beispielhaft für mindestens 600 Tibeterinnen und Tibeter, die allein im vergangenen Jahr verhaftet wurden oder „verschwunden“ sind.  In Schnellverfahren wurden viele von ihnen für die Teilnahme an Protestdemonstrationen bereits zu hohen Haftstrafen bis hin zu lebenslänglich verurteilt.

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