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Illegale Straße zerstört russisches Naturschutzgebiet

23 Januar 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden
Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Zerstörung des Waldgebiets in Utrish

Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Zerstörung des Waldgebiets in Utrish

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin protestieren heute zwölf Greenpeace-Aktivisten gegen den illegalen Bau einer Straße durch das russische Naturschutzgebiet Bolshoy Utrish. „Russische Behörden zerstören Naturschutzgebiet – Hände weg von Utrish!“ ist auf einem Banner in russisch und deutsch zu lesen. Die Region Krasnodar, in der das Naturschutzgebiet liegt, präsentiert sich auf der Grünen Woche mit einem eigenen großen Stand.

„Es ist ein Skandal. Behörden sehen zu, wie geltendes Recht gebrochen und ein einmaliges Naturschutzgebiet unwiederbringlich zerstört wird“, sagt Tobias Riedl, Waldexperte bei Greenpeace. Laut russischem Gesetz muss für ein solches Bauvorhaben ein umfangreiches Umweltgutachten erstellt werden. Dies ist jedoch bis heute nicht geschehen.

Durch die im Bau befindliche Straße wird ein bisher weitgehend unerschlossenes, für den Tourismus sehr attraktives Gebiet zugänglich gemacht. „Es ist zu befürchten, dass sich dort nach Fertigstellung der Straße touristische Einrichtungen in großem Stil ansiedeln werden“, so Riedl. Einige Projekte sind in diesem Gebiet bereits in Planung.

Greenpeace fordert den Gouverneur der Region Krasnodar auf, den Bau der Straße sofort zu stoppen und den rechtmäßigen Schutz des Gebietes langfristig zu gewährleisten. Das Naturschutzgebiet Bolshoy Utrish ist das letzte intakte Waldgebiet in Russland mit mediterranem Charakter. Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten leben hier.

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