Home » Urgent Action

Flüchtlingstragödie in Sri Lanka

25 April 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

sri-lankaDie Welthungerhilfe unterstützt mehr als 3.000 Familien im Norden Sri Lankas mit Hilfspaketen, denen eine Flucht aus dem umkämpften Kriegsgebiet gelungen ist. Seit Monaten versucht die Regierung in einer Großoffensive, die Rebellen der LTTE endgültig zu besiegen. Etwa 200.000 Menschen sind dabei eingeschlossen worden und zwischen die Fronten geraten. Etwa 100.000 von ihnen konnten bisher auf das von der Regierung kontrollierte Gebiet in den Distrikten Vavuniya, Mannar und Jaffna fliehen.

Die Flüchtlinge werden in sogenannten Übergangslagern der Regierung untergebracht und dort von internationalen Hilfsorganisationen versorgt. „Die Menschen haben alles verloren und sind nur mit dem nackten Leben davongekommen“, beschreibt Achim Apweiler, Projektleiter der Welthungerhilfe, die desolate Lage der Menschen.

Die Welthungerhilfe verteilt Pakete mit einer Grundausstattung der wichtigsten Haushaltsgegenstände, Kleidung und Hygieneartikeln wie etwa Eimer, Moskitonetze, Bettdecken, Teller sowie Seife. Außerdem erhalten Kleinkinder Windeln, Seife und kleine Moskitonetze und ältere Menschen einfache Betten. Parallel zu den Hilfsgütern kümmern sich lokale Mitarbeiter in ersten Gesprächen um eine psychologische Betreuung, denn die Wochen unter Kriegsbeschuss haben viele Menschen stark traumatisiert.

Die internationalen Hilfsorganisationen haben sich bei der Versorgung der Flüchtlinge eng abgesprochen, um die Hilfe so effizient wie möglich zu gestalten. Die Hilfspakete der Welthungerhilfe sind jeweils für einen Monat für eine Familie berechnet. Das Auswärtige Amt unterstützt das Hilfsprojekt der Welthungerhilfe mit finanziellen Zuschüssen.

Kommentare sind geschlossen.