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Ein Viertel aller Säugetiere vom Aussterben bedroht

7 Oktober 2008 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stelle eine „Rote Liste“ bei ihrem Jahreskongress in Barcelona vor. Die Ergebnisse der Studie sind mehr als erschreckend. 1.141 der 5.487 bekannten Säugetiere sind vom Aussterben bedroht. 76 Arten sind seit dem Jahr 1500 ausgestorben. Aber die Ergebnisse zeigen auch, das der unermüdliche Einsatz vieler Organisationen zur Erhaltung der am Rand des Aussterbens stehen Arten langsam Erfolge aufweist. Zum Beispiel haben sich die Populationen der Afrikanischen Elefanten deutlich erholt.

„Noch zu unseren Lebzeiten könnten Hunderte von Arten als Folge des menschlichen Handelns verloren gehen. Ein erschreckendes Zeichen unseres aus dem Gleichgewicht geratenen Ökosystems“, sagt Julia Marton-Lefèvre, IUCN-Generaldirektor. „Wir müssen jetzt klare Ziele für die Zukunft setzten, um diesen Trend umzukehren und um sicherzustellen, dass unser Vermächtnis nicht viele unserer nächsten Verwandten auslöscht.“

Die Ergebnisse zeigen, dass 188 Säugetiere in der höchsten Kategorie gefährdet sind, einschließlich des Iberischen Luchses (Lynx pardinus), von dem es nur noch 80-140 Tiere gibt. Fast 450 Säugetiere wurden als gefährdet eingestuft. Die Population des Tasmanischen Teufels (Sarcophilus harrisii) sank in den letzten 10 Jahren um mehr als 60 Prozent. Die Tierschützer machen vor allem den Verlust oder die Beeinträchtigung des Lebensraumes der Tiere für die Situation verantwortlich. Dies betrifft auch unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen.

„Je länger wir warten, desto teurer wir es das Aussterben bestimmter Arten zu verhindern“, sagt Dr. Jane Smart, Leiter der IUCN Species Programm.

Insgesamt umfasst die IUCN Rote Liste jetzt 44.838 Tier- und Pflanzenarten, von denen 16.928 vom Aussterben bedroht sind (38 Prozent). 3.246 befinden sich in der höchsten Kategorie, 4.770 sind stark gefährdet und 8.912 sind bedroht.

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