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Gentechnikfreie Region Ulm

19 Oktober 2008 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden
Gentechnikfreie Region Ulm

Bündnis für eine gentechnikfreie Region Ulm gegründet

Vor wenigen Tagen wurde auf Initiative des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein Bündnis für eine gentechnikfreie Region Ulm gegründet. Das Bündnis setzt sich aktuell aus Aktiven von Greenpeace, den Naturfreunden, dem BUND, der Bürgerinitiative Wippingen gegen Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln, dem Bezirksimkerverein Ulm, einzelnen Landwirten sowie der Biogas-Regionalgruppe zusammen. Die Gruppe spricht sich gegen die Aussaat von gentechnisch verändertem Saatgut und gegen die Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel aus.

Das Bündnis möchte in Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm über die Gefahren der Agro-Gentechnik informieren sowie die aktuelle rechtliche Situation aufklären. Darüber hinaus will man in den nächsten Monaten in möglichst vielen Gemeinderäten, Kirchengemeinderäten sowie den beiden Kreistagen Beschlüsse herbei führen, mit denen die Anwendung der Gentechnik auf kommunalen und kirchlichen Flächen ausgeschlossen wird. Damit folgt das Bündnis unter anderem dem Beispiel des Ostalbkreises. Hier hatte der Kreistag im März beschlossen, dass die Pflanzenproduktion im Ostalbkreis gentechnikfrei ist und dies auch bleiben soll.

Durch eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit möchten die Mitglieder des Bündnisses die Agro-Gentechnik im Vorfeld der Kommunal-, Europa- und Bundestagswahlen an möglichst vielen Stellen zum Thema machen. Man will sich dabei unter anderem für das neue Label „gentechnikfrei produziert“ stark machen: Erzeuger, Handel und Verbraucher sollten darauf achten, was angebaut, verfüttert und verkauft wird. Um zum Ausdruck zu bringen, dass die große Mehrheit der Bevölkerung die Agro-Gentechnik ablehnt, ist unter anderem daran gedacht, eine breit angelegte Unterschriftensammlung durchzuführen, aber auch Hinweise zu geben, worauf beim Einkauf geachtet werden sollte. Die Mitglieder des Bündnisses hoffen auch, dass die Aktion viele Landwirte motiviert, entsprechende Selbstverpflichtungen einzugehen. Man möchte auch dadurch den politischen Druck auf Landes-, Bundes- und Europapolitik erhöhen.

Erstes Ziel der Initiatoren ist es, nun möglichst viele weitere Interessenten und Organisationen für eine Mitarbeit zu gewinnen. So hofft man unter anderem auf weitere Landwirte, aber auch Verarbeitungsbetriebe wie etwa Bäcker, Metzger, Brauereien, Molkereien oder Mühlen und die Gastronomie. Diese könnten sich mit regionalen, als „gentechnikfrei“ deklarierten Produkten eine in Zukunft nach aller Wahrscheinlichkeit bedeutsame Marktnische sichern. Für Donnerstag, den 23. Oktober ist zu diesem Zweck eine Informationsveranstaltung im Gasthaus Hotel Krone in Dornstadt geplant, Beginn ist um 19.30 Uhr. Kontakt unter E-Mail: bund.ulm@bund.net

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