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Gefolterter Mönch freigelassen

17 April 2008 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Pressemitteilung: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy

Etwa fünfzehn tibetische Mönche sprachen heute trotz des Verbotes kurz und knapp eine Gruppe ausländischer Medienvertreter an, die sich auf einer von der Regierung organisierten Reise gegenwärtig im Bezirk Sangchu (Chin. Xiahe) in der Provinz Gansu aufhält.Die Mönche wiesen auf den Ernst der Situation in der Region hin und taten den Medienvertretern in deutlichen Worten die Menschenrechtsverletzungen durch die Behörden in ihrer Gegend kund. Nach einem von Reuters veröffentlichten Bericht (Protestierende Mönche stürzen sich auf eine Mediengruppe in Westchina, Von Lucy Hornby), „sagten sie, daß noch acht Mönche von den Behörden festgehalten würden, aber sie konnten nicht angeben, ob sie von Labrang oder woanders herkamen …“. Das TCHRD hatte bereits früher sieben Namen von am 1. April 2008 verhafteten Mönchen bestätigt erhalten, die aus dem Kloster Labrang im Bezirk Sangchu, „TAP“ Kanlho in der Provinz Gansu stammen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um: 1) Gendun Gyatso, 30 Jahre, 2) Gyurmey, 40 Jahre, 3) Gelek Gyurmey, 30Jahre, 4) Sangay, 30 Jahre, 5) Samten, 32 Jahre, 6) Yonten, 34 Jahre, und 7) Thabkhey, 30 Jahre alt.

Es war zu erfahren, daß sich Thabkhey, der nach einigen Tagen Haft entlassen wurde, in einem psychisch instabilen Zustand befindet und am ganzen Körper mit blauen Flecken übersät ist, die von heftigen Schlägen herrühren. Das zeigt deutlich, daß der Mönch im Polizeigewahrsam brutal gefoltert wurde. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, daß die anderen Mönche sich noch in Haft befinden, und die Behörden Thabkhey nur freiließen, um die Verantwortung für seinen gegenwärtigen Zustand nicht übernehmen zu müssen. Es ist bei den Verwaltungen der chinesischen Gefängnisse in Tibet gängige Praxis, tibetische Untersuchungshäftlinge und Häftlinge zu entlassen, wenn sie in unstabilem Zustand oder dem Tode nahe sind.

Das TCHRD fordert die chinesischen Behörden auf, Folter und unmenschlicher Behandlung von friedlichen tibetischen Demonstranten ein Ende zu setzen, die nichts weiter taten, als ihr fundamentales Menschenrecht auf Meinungsfreiheit in Anspruch zu nehmen, das im Völkerrecht und in der Verfassung der Volksrepublik China verankert ist.

Übersetzung: Tibet Initiavtive
Englische Version/english version: TCHRD

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