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UN-Gipfeltreffen zur Finanzkrise

23 Juni 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

eth_armekinderDie Welthungerhilfe fordert ein neues faires Wirtschafts- und Finanzsystem, an dem auch die Entwicklungsländer angemessen beteiligt werden. Aus Anlass des morgen beginnenden UN-Gipfeltreffens zur Finanzkrise in New York muss ein deutliches Zeichen gesetzt werden. „Der letzte FAO-Bericht hat eindeutig bestätigt, dass die Zahl der Hungernden deshalb einen traurigen Rekord erreicht hat, weil die Finanz- und Wirtschaftskrise die Entwicklungsländer ungleich härter trifft als die Industrieländer. Die Entwicklungsländer haben die Krise nicht verursacht und können sie nicht allein abfedern“, sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe.

„Die Menschen in den Entwicklungsländern gehören zu den eigentlichen Verlierern der Krise. Ihnen stehen keine sozialen Netze, keine Arbeitslosenversicherung, keine Rettungsschirme zur Verfügung. Sie werden einfach nur noch ärmer und hungern noch mehr“, betont Dieckmann. Die Welthungerhilfe fordert, dass ein Prozent der Konjunkturpakete, die die Regierungen der Industrieländer verabschieden, für Entwicklungsförderung und Investitionen in den Entwicklungsländern bereitgestellt wird. Der Landwirtschaft sowie der Unterstützung der Kleinbauern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Ein neues globales Finanzsystem muss die Belange der Entwicklungsländer berücksichtigen. Dazu gehören umfassende Standards und Prüfungen für Finanzprodukte, das Verbot von Spekulationen mit Nahrungsmitteln sowie der Abbau von Handelshemmnissen. „Wir haben gesehen, dass der Markt nicht alles regelt. Die Finanzströme müssen berechenbar gelenkt werden, damit alle die gleichen Chancen für einen Zugang zum Markt haben“, bekräftigt Dieckmann.

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