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TB News::: Sonntagsantworten zu Gentechnik, Biopiraterie und Genpatenten

9 August 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

von Reiner Wenserit 09.08.2009 Sorry, war 30Std. offline, hatte Würmer :-(

gen5Sind Gentechnik, Biopiraterie und Genpatente für den Bürger und die Wirtschaft ein unabdingbares Konzept zur Erhaltung des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit oder doch nur die Macht- u. Profitgier Einzelner Konzerne? Die Patentierung von Genomen und Lebewesen führt zur Frage: „Ist es vertretbar das Lebewesen, so auch der Mensch, zum Spielball wirtschaftlicher Interessen werden?“  Sind die negativen gesundheitlichen ökonomischen und sozialen Folgen für unser Gesundheitssystem sowie für den Landwirtschaft und dem Menschen mit Profitsucht zu rechtfertigen, und dürfen Gesetze so gegen die Menschheit eingesetzt werden?

Immer öfter beklagen sich Forscher und Mediziner darüber, dass ihre Arbeit behindert wird und bei Patienten schwere Schäden entstehen. Verbesserte medizinische Verfahren müssen zum Teil vom Markt genommen werden, die Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria, SARS, HIV, Hepatitis C und Krebs wird erschwert. In den USA werden für Landwirte astronomisch hohe Strafen fällig, wenn patentiertes Saatgut ohne Genehmigung verwendet wird. Was zu einer hohen Gefährdung der Welternährung durch die Behinderung von Pflanzenzüchtung führt.

Die eigentliche Innovation, die durch das Patent gefördert werden sollte, liegt meist nicht auf der Ebene der Gen-Sequenzierung, sondern ist dieser nachgelagert, wie z.B. die Herstellung von Arzneimitteln. Hier fallen die wesentlichen Investitionskosten an. Durch die Gewährung von Patenten auf Gene entstehen für die nachgelagerten Bereiche ungerechtfertigte und unnötige Kosten. So wird Innovation schlichtweg blockiert sogar verhindert. Wie mit der Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes bekannt wurde, stehen einigen hunderttausend biologischen Proteinen nur etwa 30.000 Gene gegenüber. Gene sind codierte Information bestehend aus einer Vielzahl von Proteinen, und keine patentierbare chemische Stoffe. Die derzeitige Patentpraxis, bei der die Angabe einer einzigen kommerziellen Anwendung eines Gens dazu ausreicht, um einen Monopolanspruch auf dieses Gen und aller nachgelagerten Verwendungen abzuleiten ist höchst dissozial. So werden alle weiteren Nutzungen blockiert und führt zu erheblichen Behinderungen in der Forschung. Durch die biologische Fortpflanzungsfähigkeit und Kreuzbarkeit von Lebewesen und der Erstreckung von Genpatenten auf jegliches biologisches Material, in dem die geschützten Eigenschaften vorhanden sind, kann die Wirkung von Patenten in einzelnen Lebensformen akkumulieren und führt unweigerlich zum Super-Gau. Zum Beispiel: Ein einzelnes Reiskorn ist schon jetzt bis zu 70-mal patentiert. Dies stellt Züchter und Landwirte vor ein Minenfeld aus Monopolrechten und Lizenzforderungen.

Forschung die nicht stattfindet aufgrund von Patente auf Gene von AIDS, Malaria, SARS, HIV, Hepatitis“C“ und Krebs. Die US-Firma Chiron hält zwei Patente auf Gen-Abschnitte von Viren, die Aids und die Infektiöse Leberentzündung Hepatitis“C“ hervorrufen. Beide Patente (Patent EP 181150 auf den Virus HIV sowie Patent EP 318 216 auf den Virus HCV) werden von Hoffmann-La Roche genutzt. Durch die Patente wurden die Kosten zur Untersuchung von Blutproben um ca. 3000 Prozent erhöht. Gleichzeitig mussten billigere Testverfahren vom Markt genommen werden. Das Deutsche Rote Kreuz reichte deswegen eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein, daraufhin erklärte die Europäische Kommission die Absprachen zwischen Chiron und Hoffmann-La Roche wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung für ungültig. In Anbetracht der hohen Infektionsrate und des zügigen Handlungsbedarfs in gerade armen Ländern der südlichen Kontinente, wird ein schnelle und finanzierbare Hilfe zur Utopie. Siehe auch TB News::: „G8 und AIDS in der (Wirtschafts)-Krise“.
Sei es SARS, Malaria oder die Brustkrebsforschung diese Patenten blockieren die Forschung und setzen somit Menschen unnötig ihrem Leiden aus  und dies nur aus reinen Profitgier. Weiterführende Informationen finden sie in der Publikation „Die wahren Kosten der Gen-Patente“ von Dr. Christoph Then, Greenpeace e.V.

Pharma und Genfoodkonzerne vernichten mit Genlizenzen und Biopiraterie Indeme Völker und Verbraucher werden finanziell Ausgebeutet. Dabei häufen sich Beispiele dafür, dass diese Risikotechnologie Gefahren für unsere Gesundheit und Umwelt mit sich bringt, fremde Gene in Lebensmitteln können neue Giftstoffe und Allergien verursachen. Ob es ein Spinnengene in der Kartoffel ist oder ein Rattengene im Salat?! Hautsache der Rubbel rollt und dies sind keine Horrorphantasien sondern der Stand 2009, der Wahnsinn nimmt kein Ende! Welche Folgen die Eingriffe ins Erbgut für Gesundheit und Umwelt haben steht bei der Produktion nicht zur Debatte! Große weltweit agierende Konzerne melden immer häufiger Patente auf genetische Ressourcen an und diese liegen schon bei weit über 100.000, um sie als Rohmaterial industriell zu nutzen. Dabei bedienen sie sich der biologischen und kulturellen Vielfalt in den Ländern des Südens. So sammeln Pharmamultis in Entwicklungsländern mit großer Artenvielfalt Heilpflanzen, um sich die Verwertungsrechte an den begehrten Wirkstoffen zu sichern und sie für ihre Produkte brauchbar zu machen. Die dort lebenden Menschen, denen die Forscher ihre Erkenntnisse verdanken, gehen oft leer aus. Biopiraterie bedeutet, dass genetische oder biologische Ressourcen patentiert und genutzt werden, ohne Zustimmung des Herkunftslandes oder der lokalen Gemeinschaften und indigenen Völker, die die Ressourcen bisher züchteten und nutzten. Das Ergebnis ist lang aufgebautes traditionelles Wissen und grundlegende biologische Ressourcen können durch Patentierungen ganz legal und gewinnbringend abgeschöpft werden, ohne die Ursprungsländer zu beteiligen.

Ob die“Molkerei Weihenstephan“ und Konsorten oder „Müllermilch“ Der Kleine Hunger kommt bestimmt, und mit ihm der Frontalangriff auf den Verbraucher durch Genmilch! Ob Unilever oder Monsanto und Andere, die Gentechnikkonzerne erhoffen sich große Gewinne, und ginge es nach ihrem Willen, wären genmanipulierte Nahrungsmittel die Regel. Mit dem Versprechen, das Hungerproblem zu lösen wird der Verbraucher geblendet, und die Probleme weltweit geschürt. Eine Risikotechnologie die überzeugt den sie führt ins unabsehbare Risiko für Mensch, Tier und Umwelt! Der Wunsch des Verbrauchers wird generell ignoriert, also Schluss mit lustig! Soll Müllermilch und der Rest dieser Brut doch an ihren eigenen Dreck ersticken!

Dazu bedarf es aber Sie als Verbraucher, egal wer, wie, für Müllermilch, Unilever („Körperpflegemittel Dove“) oder Getreideinstandproduckte von Monsanto oder, oder, oder wirbt, einfach wegsehen, weghören und vor allen nicht kaufen, den diese Produckte sind Ihr Geld nicht wert, sondern bringen uns dem Untergang nur sehr viel schneller näher!

Aber hier der Einkaufsratgeber zu diesem Thema.

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Schon am 21. Mai 2003 erteilte das Europäische Patentamt in München das Patent EP 445 929 mit dem schlichten Titel „plants“ (Pflanzen). Patentinhaber ist Monsanto, bekannt als der Konzern, der weltweit die größten Geschäfte mit genmanipulierten Pflanzen macht. Das Patent umfasst Weizen mit einer besonderen Backqualität. Die Ursache für die besondere Qualität des Weizens liegt in einer natürlicherweise vorkommenden Kombination von Genen, die dazu führt, dass der Anteil an Eiweiß in den Körnern reduziert ist. Ursprünglich wurde Weizen mit dieser Eigenschaft in Indien gezüchtet. Jetzt hält die Firma Monsanto ein Monopol auf Anbau, Zucht und Verarbeitung dieses Weizens, und indische Züchter schauen in die Röhre, und die Bauern müssen auf ihr angestammtes Saatgut Lizenzgebühren entrichten. Hallo!
Saatgutsammlungen verschiedener Staaten gaben Unilever und Monsanto freien Zugang zu ihren Ressourcen, Lobby lässt grüßen, diese überführten den Weizen in ihr Labors, wo nach den verantwortlichen Genen für die besonderen Backeigenschaften gesucht wurde. Tatsächlich gelang es, entsprechende Genabschnitte in der Pflanze zu beschreiben. Dabei konnten die Firmen auf Forschungsergebnisse verschiedener Wissenschaftler zurückgreifen, die entsprechenden Genregionen schon seit relativ langer Zeit untersucht wurden. Diese Entdeckung der natürlichen Genkombination wurde jetzt als Erfindung der Firma Monsanto patentiert. Auch die UNO schlägt sich vor diesem Hintergrund auf die Seite der Kritiker: „Neue Patentgesetze kümmern sich kaum um die Kenntnisse der indigenen Bevölkerung, die damit den Ansprüchen von außen schutzlos ausgesetzt ist. Diese Gesetze ignorieren die kulturelle Vielfalt bei der Schaffung von Innovationen und die Teilhabe daran. Ebenso wenig berücksichtigen sie die vielfältigen Ansichten darüber, was Gegenstand von Eigentumsansprüchen sein kann und darf: von Pflanzensorten bis zum menschlichen Leben. Das Ergebnis ist ein stillschweigender Diebstahl, von über Jahrhunderte erworbenem Wissen, der von den Konzernen an den Entwicklungsländern begangen wird.“

Unser Planet hat seine Grenzen erreicht doch schreitet die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen unaufhörlich voran. Von der Artenvielfalt, dem Klima, den letzten Primärwälder, über Böden, Frischwasserreserven, Weltmeere, Fauna, Flora und der Mensch alles ist in höchster Gefahr vernichtet zu werden. Schwer abbaubare toxische Chemikalien belasten die Biosphäre. Atommüllberge wachsen stetig aber „Business as usual“, dieser globalisierten Weltkonzerne drohen uns und unserem Planeten den Garaus zu machen, durch ihre Gier nach Macht und Geld auf Kosten zukünftiger Generationen. Die Menschheit darf nicht mehr so weiter machen. Wir müssen umdenken und zwar sofort. Das heißt jeder von uns, auch Sie, und am besten schon heute, den morgen ist es vieleicht schon zu spät. IHR Mitmachen verändert die Welt Ihrer KINDER so oder so!

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