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Sonnenschutz im Nanozeitalter

31 Juli 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Autor: Reiner Wenserit 31.07.2009

Nanooooo52e2e3842c68e06838b5bce59255ee75Der Sommer und die Urlaubszeit lassen uns in Supermarkt, Apotheken oder Drogeriemarkt zum Sonnenschutzmitteln greifen in der Hoffnung damit der UV Strahlung ein Schnippchen zu schlagen, und uns vor den Folgen des zu genießenden Sonnenbades zu schützen. Dem Hautkrebs bloß keine Chance geben ist unsere Devise. Doch ist der gesundheitliche Schaden für uns möglicherweise viel grösser wenn wir diesen Schutz benutzen, und auch die Frage nach den Risiken und Nebenwirkungen „ frag deinen Arzt oder Apotheker“ kann nicht hinreichend beantwortet werden. Denn in denn Cremes und Sprays sind heutzutage zwar grundlegend die selben Stoffe enthalten wie vor Jahren, jedoch durch neue Techniken so verändert , nämlich auf Nanometer-Maßstab gebracht, und dadurch in ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften -in noch unzureichend erforschter Weise- verändert.

Auch ihr Einfluss auf biologische Systeme wandelt sich, weil die winzigen Partikel zum Beispiel im Körper in viel mehr Bereiche vordringen und mit winzigen Molekülen wechselwirken können. Willkommen im Nanozeitalter.

So berichtet die Deutsche Ärztezeitung am 29.07.09 unter dem Titel „Nanopartikel beeinflussen Hirnentwicklung“ das Nanopartikel die Hirnentwicklung bei Föten beeinflussen. Das haben japanische Forscher bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden. Demnach stören Titandioxid-Partikel << Titanoxid und Zinkoxid von jeher für Sonnenschutzmittel verwendet, jedoch nicht in molekularer Größe wie heute >> die Umsetzung von Erbgutinformationen in Proteine. Betroffen seien unter anderem Gene, die bei neurologischen Störungen eine Rolle spielen. Dabei zeigten sich bei hunderten Genen Unterschiede in der Umsetzung. Viele der Muster waren typisch für bestimmte neurologische Störungen. Dr. Takeda erläuterte: „Zu den Krankheiten, die auf diese Gene zurückzuführen sind, zählen solche, die sich in der Kindheit entwickeln, wie Autismus, Epilepsie und Lernschwierigkeiten, aber auch solche, die vor allem bei Erwachsenen oder im Alter auftreten, wie Alzheimer, Schizophrenie und Parkinson.“Punkt.

Dies nehme ich zum Anlass etwas mehr Information und Wissen bereitzustellen und ihnen damit die Möglichkeit zu geben dieses für unsere Zukunft immer relevantere Thema näher zu bedenken.

Zuerst einmal was sind Nanoteilchen eigentlich?
Einzelatom bis zu einer Strukturgröße von 100 Nanometern (nm). Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter (10−9 m), also in Der Größenordnung von einzelnen Atomen bis zu Molekülen. Diese Größenordnung bezeichnet einen Grenzbereich, in dem die Oberflächeneigenschaften gegenüber den Volumeneigenschaften der Materialien eine immer größere Rolle spielen und zunehmend quantenphysikalische Effekte berücksichtigt werden müssen. In der Nanotechnologie stößt man also zu Längenskalen vor, auf denen besonders die Größe die Eigenschaften eines Elements bestimmen. Man spricht von „größeninduzierten Funktionalitäten“, hört sich harmlos an, ändert aber die Funktion bzw. Wirkungsweise des Stoffes in vielen Bereichen. Schon heute spielen die Nanomaterialien eine wichtige Rolle, die zumeist auf chemischem Wege oder mittels mechanischer Methoden hergestellt werden. Einige davon sind kommerziell verfügbar und werden in handelsüblichen Produkten eingesetzt, andere sind wichtige Modellsysteme für die physikalisch-chemische und materialwissenschaftliche Forschung. Wobei betrachtet werden muss dass die Forschungen erst am Anfang stehen und die Risiken noch nicht weitreichend erfasst werden konnten.

Aber was wissen wir eigentlich über Nanopartikel und wie werden die Risiken eingeschätzt?
Was wir wissen ist eigentlich kurz zusammenzufassen „so gut wie nichts!“ was mit der Wechselwirkung mit dem menschlichen Körpers oder der Umwelt angeht, aber das mit aller Kraft. Abwägungen einer Nutzen-Risikoanalyse, unteranderen auch des Umweltministeriums, sprechen laut von einen immensen wirtschaftlichen Potenzial in den nächsten Jahren und Jahrzehnten für die Industrie und Wirtschaftskonzerne, schon interessant was zuerst erwogen wird und von wem, bei der Risikoeinschätzung verhält man sich da schon viel  leiser und wen es interessiert am Ende des Artikels die Links. Rückversicherer hingegen reagierten schon vor Jahren mit Ausschluss derartiger Risiken in ihren Vertragswerken. Im Juni 2005 veröffentlichte die Allianz Versicherungs-AG eine Studie über die Chancen und Risiken von Nanotechnologie. Das Fazit: Forschung und Industrie müssten fundierte Erkenntnisse über Risiken erarbeiten. Wichtig seien internationale Standards, Langzeit-Beobachtung und Risiko-Transfer. „Das eigentliche Risiko der Nanotechnologie“, so die Studie „ist die Lücke, die zwischen ihrer dynamischen Entwicklung und dem Wissen um mögliche Gefahren und den gültigen Sicherheitsstandards zur Vermeidung negativer Auswirkungen besteht.“<< und auch heute ist dies nicht anders>> Die beteiligten Allianz-Experten warnen vor „mögliche[n] Risiken, die nicht nur gesundheitliche, sondern auch weitreichende wirtschaftliche Folgen haben könnten, wenn mit ihnen nicht professionell umgegangen wird.“ Aber was ist schon professionell wenn immense Gewinne locken. Die Schweizer Swiss RE ein großer Rückversicherer wird diese Risiken zurzeit nicht versichern da ihnen weder die Gesetzeslage noch die wissenschaftlichen Erkenntnisse ausreichen.

Aber wir dürfen uns unwissentlich << da nicht Kennzeichnungsplichtig >>, trotz bisher unzureichender wissenschaftlicher Erkenntnisse, als Versuchskaninchen im Massenversuchen diese Sonnenschutzmittel auf den Körper verteilen, oder Produkte mit Nanopartikeln erwerben und dafür höchstwahrscheinlich sogar mit unserer Gesundheit bezahlen.
Die Gefährdung der Allgemeinheit wird durch unseren Staat und seinen Entscheidungsträgern geflissentlich übersehen, ihre Fürsorgeverpflichtung in Anbetracht des wirtschaftlichen Nutzens, wie in so vielen Fällen von Kernenergie und, und, und in Kauf genommen. Studien werden beauftragt << ein Alibi braucht man schon, macht sich gut bei Wahlen wenn man sie dann aus den Hut zaubert >> aber wenn überhaut, und zumeist erst durch den Druck der Öffentlichkeit, dann aber auch nur widerwillig, zur Kenntnis genommen um erst im nächsten Leben zu reagieren. So ist nicht verwunderlich das trotz der immensen Gefahr für unser Leib und Leben, unseren geborenen und noch ungeborenen Kindern oder der Umwelt, ohne gesicherte wissenschaftliche Beweise über die nachhaltige Sicherheit, heute schon Produkte mit Nano- Inhaltsstoffen auf dem Markt sein dürfen. Wand und Fassadenfarben, Holzschutzmitteln, Lacken und der gleichen mehr. Die Bandbreite nanohaliger Werkstoffe reicht von anorganischen und organischen Nanopartikeln, die singulär in Aggregaten oder als Pulver sowie in einer Matrix dispergiert oder emulgiert vorliegen können, über Nanokolloide, Nanoröhren und Nanoschichten bis zu den so genannten Fullerenen, das sind komplexe organische Moleküle. Das Bundesumweltamt stellt fest: unter Umwelt- und Gesundheitsschutzaspekten ist zu berücksichtigen, dass Nanopartikel entweder fest in eine Matrix eingebunden sind oder frei vorliegend verwendet werden. Zur Freisetzung ursprünglich fest eingebundener Nanopartikel aus Produkten durch Alterungs- oder Abbauprozesse liegen bisher keine Informationen vor. Wegen der möglichen Umwelt- und gesundheitlichen Wirkungen der Nanopartikel sind besonders solche Produkte und Produktionsprozesse aufmerksam zu betrachten, die eine Freisetzung der Nanopartikel vermuten lassen. Dazu gehören Kosmetika, Biozide, Umweltsanierung sowie die Herstellung von Nanopartikeln selbst. Durch den zunehmenden Einsatz synthetischer Nanopartikel ist zukünftig auch mit einem vermehrten Eintrag dieser Partikel in die Umweltmedien Boden, Wasser und Luft zu rechnen. Nanopartikel entstehen – wie größere Schwebstaubteilchen – sowohl bei technischen als auch bei natürlichen Prozessen, wie etwa Vulkanausbrüche oder Waldbrände. Bei natürlicher Entstehung sind die Nanopartikel in Form, Zusammensetzung und Größe sehr unterschiedlich und verklumpt, während künstlich – also „absichtlich“ erzeugte- Nanopartikel einheitlich nach gewünschten Eigenschaften hergestellt und gestaltet sind. Untersuchungen zum natürlichen oder durch Verbrennung entstandenen Ultrafeinstaub lassen zwar Schätzungen zum Verhalten und zur Wirkung der Nanopartikel in der Umwelt zu. Diese reichen jedoch nicht aus, um die Risiken künstlich erzeugter Nanopartikel sicher einschätzen zu können. Die breiten Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnik und die sehr unterschiedlichen Nanomaterialen erfordern eine differenzierte Beurteilung eines möglichen Risikos für die menschliche Gesundheit. Derzeit ist die Kennzeichnung von Produkten im Hinblick auf ihren Gehalt an Nanoteilchen nicht vorgeschrieben. Für die Anwender bleibt unerkennbar, ob ein Produkt solche Teilchen enthält oder nicht. Daher ist es schwierig, gezielt die Herkunft und Verbreitung bestimmter Nanomaterialien in der Umwelt zu untersuchen. Die größten Risiken für Mensch und Umwelt gehen von Nanomaterialien aus, die als freie Partikel in Produkten enthalten sind, zum Beispiel in Kosmetika. Solange Nanopartikel fest in Materialien eingebunden sind, ist eine Gefährdung kaum zu erwarten. Allerdings ist hier zu klären, ob und in welcher Form Nanomaterialien während des Herstellungsprozesses, beim Gebrauch eines Produktes, durch Alterung und Abbau sowie bei der Entsorgung und bei einer Wiederverwertung in die Umwelt gelangen können. Wieweit sich aufgenommene Nanopartikel bei Aufnahme anreichern besonders im Nervengewebe, Gehirn, Leber und Nieren, und in wieweit sie in Wechselwirkung mit Umgebenden treten. Mehrere Untersuchungen beweisen das Nanopartikel über Haut, Atemwege oder den Verdauungstrakt in den Körper und Blutkreislauf gelangen, sowie über die Nasenschleimhäute direkt bis ins Gehirn vordringen können, und zu entzündlichen Prozessen führen.

Kurz und gut bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auf noch vielmehr besorgniserregende Informationen gestoßen die hier zu verbreiten einfach jeden Rahmen sprengen würden daher mein Fazit: Nanopartikel stellen eine große Chance für die Wirtschaft dar, und eine zurzeit noch größere die Menschen in Kreaturen zu verwandeln für die der Tod eine Erlösung wäre.

http://www.aerztezeitung.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Nanotechnologie
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/nanotechnik.pdf
http://www.umweltbundesamt.de/technik-verfahren-sicherheit

01.08.2009 und noch ein Link zu einem Interview mit Lutz Mädler, Professor für Verfahrenstechnik an der Uni Bremen

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