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RFID-Chip der Untergang von Privatsphäre

30 Juni 2009 2 Kommentare Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

RFIDKaum einem von uns ist es bewusst wie gläsern wir schon heute sind, und um wie viel mehr es in nahe Zukunft sein werden! Themen des Datenschutzes insbesondere zu der RFID-Technologie werden in Mainstream Medien reduziert, auf so genanntes „Wesentliches“ dargeboten, aber bitte nicht zu sehr thematisieren. Da ist die Rede von Datenschutzrichtlinien und bestenfalls von der ach so heiß diskutierten Datenvorratsspeicherung. Sicher brisante Themen, doch RFID (Radio Frequency Identification) überrollt uns ohne lauten Aufschrei der Menschen! Geboren als Helfer für den Warenumschlag und Lagerhaltung erobert der Chip still und leise unseren Alltag,  vom Allergiepass zum Reisepass, zur Kundenkarte oder dem Zahlungsverkehr.


Der nächste Schritt sind RFID-Handys dann GPS-verknüpft immer mit dem werbenden Hinweis versehen „Einfacher und sicherer, wo immer Sie sind, was immer Sie tun!“. Jeder kann dies auch gegen ihren Willen zu seinem eigenen Vorteil nutzen, so einfach, so sicher, vorallem wo immer sie sind, waren oder sein werden !!! So wird der Begriff  Transparenz zum Unwort des nächsten Jahrzehnts werden.YouTube Preview Image Bis zum Sommer 2010 werden alle neu produzierten Handys mit einem eingebauten RFID-Chip ausgeliefert werden. Das behauptet der Vizechef von Ericssons Abteilung für Systemarchitektur, Håkan Djuphammar, und weist auf einige interessante Anwendungsmöglichkeiten hin. Alle mit RFID-Technologie ausgestatteten Geräte würden eine sichere Umgebung erhalten, auf die gesicherte Identitäten“ oder sichere Elemente heruntergeladen werden könnten, sagte Djuphammar anlässlich einer Ericsson-Veranstaltung in Stockholm. Dadurch könnte ein Handy auch als Schlüssel, Kreditkarte oder Konzertticket verwendet werden. Unzählige Dinge werden durch RFID ermöglicht – ein kleines Stück Technologie, aber mit einem Ökosystem um sich herum, das enorme Möglichkeiten für Innovation eröffnet, schwärmte Djuphammar von dem Chips.                      Ein Schelm wer böses dabei denkt!

Sicher ist das wir uns jetzt gegen dieser unkonrollierte Form von Massenkontrolle zur Wehr setzen müssen, globalisierte Datenschutzgesetze insbesondere zum Thema RFID sind mehr als überfällig! Sicher Sie haben nichts zu verbergen, aber müssen Sie deswegen viele Ihrer personenbezogenen Information auf der Stirn tragen bzw. unter Ihrer Haut? Wir tragen die Chips 2010 wahrscheinlich  noch nicht  IN uns, aber immerhin schon bei uns, nämlich in Form von EC/Kreditkarten, Reisepass, Personalausweis und Handys.  Schon seit 2006 wird dies in den unterschiedlichsten Gremien der EU und des Bundes diskutiert doch während dessen eroberte der RFID-Chip still und vorallen leise unser Leben, und zerstört unsere Privatsphäre gänzlich.

In einer EU-Studie, die nach der Cebit Messe im März 2006 zur RFID- Technologie veranlasst worden war, ließ Bedenken in Bezug auf die RFID-Chips erkennen und macht die Notwendigkeit deutlich, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass diese Chips nicht für ein großangelegtes Überwachungssystem verwendet werde. Also kein Wunder das es keinen Diskussionsbedarf geben darf.

Dies ist ihnen bis heute gut gelungen und nach einer EU- Umsatzprognose wird der RFID-Markt in den nächsten Jahren spektakulär wachsen. Die Vorhersagen der EU besagen, dass bis 2016 weltweit über 270 Milliarden RFID-Chips verkauft werden könnten. Bleibt zu Fragen wann die Chip-Pflicht für Bürger in der EU bzw. Weltweit eingeführt wird.

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2 Kommentare »

  • Kornblume sagt:

    Gruselig!!!!

  • follein müller sagt:

    erinnert mich an die debatte: internetsperre bezüglich kinderpornographie. alle fanden, daß „dann“ und „deshalb“ unvermeidlich zensurzwang und gläserner kunde folgt. aber wer macht denn wen zum gläsernen kunden, und das schon seit jahren, wenn nicht jahrzehnten? wir uns doch wohl selbst.
    das erinnert mich auch an die debatte vor einigen jahren, ob in fußgängerzonen kameras aufgestellt werden durften, wo das gleiche geschrei losging- und währenddessen waren die leute auch schon im netz unterwegs, kriegten sms, sobald sie über ne grenze fuhren, bezahlten mit karte, es gab die schufa etc.pp… und jetzt das.
    biometrische daten, schon fragwürdig.
    aber das? im reisepaß? in der kreditkarte? und das jamba-programm, mit dem man seine freunde „finden“ bzw ihnen hinterherspionieren kann, gibts dann als hübsch umworbenes superplus extra mit dazu? so nach dem motto „sicherheit für ihre kinder“ oder so?
    oh mann.
    weiterhin werden die zahlen von den kranken, die sich einen drauf runterholen, wie säuglinge vergewaltigt werden, stetig steigen. „mit der sperrseite wird ja nicht ein mißbrauch ungeschehen gemacht“ – doll, aber vielleicht erschwert es interessierten den einstieg?
    dumm, dumm, dumm alles.
    ein hoch auf unsere freiheit.
    ich weiß echt nicht, ob uns noch zu helfen ist.

    ich werd mich weigern, solang ich kann!