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Kuba: Hungerstreik aus Protest gegen Misshandlungen

8 November 2008 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden
Kuba Hungerstreik Protest Misshandlung

Misshandelt: Idania Yanes Contreras (li.) und ihr 8jähriger Sohn Robert Alcides Rivera Yanes.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, befindet sich die kubanische Dissidentin Idania Yanes Contreras seit Mitte Oktober im Hungerstreik. Damit setzt sie ein Zeichen des Protests gegen die miserablen Haftbedingungen für politische Gefangene sowie das gewaltsame Vorgehen der Polizei gegen Mitglieder ihrer Familie. Der Bürgerrechtler Jorge Luis García Pérez ‚Antúnez‘ hat sich Frau Contreras gewaltfreien Protestaktion angeschlossen. Idania Yanes Contreras gehört zum Kreis kubanischer Bürgerrechtler, die sich gewaltfrei für die Einhaltung der Menschenrechte auf Kuba einsetzen. Am 15. Oktober  2008 stürmten Beamte der kubanischen Staatssicherheit ein Treffen der Bürgerrechtler in Santa Clara, das im Haus von Frau Contreras stattfand. Mit brutaler Gewalt schlugen sie auf die Oppositionellen sowie Familienangehörige von Frau Contreras ein. Sogar ihre betagte Mutter Aramilda Contreras Rodriguez und ihr erst 8jähriger Sohn Robert Alcides Rivera Yanes wurden Opfer der Staatsgewalt.

Hunger gegen ungesetzliches Handeln der Staatsgewalt und Menschenrechtsverletzungen
Aus Protest gegen den brutalen Übergriff trat Idania Yanes Contreras in den Hungerstreik. Sie fordert die Bestrafung der Täter gemäß dem geltenden kubanischen Gesetz. Darüber hinaus will sie und sieben weitere Bürgerrechtler, die sich ebenfalls im Hungerstreik befinden, mit ihrer Aktion die Menschenrechtsituation und die entsetzlichen Haftbedingungen der politischen Gefangenen auf Kuba ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit rücken. Zu den Hungerstreikenden gehört auch der bekannte Dissident, Jorge Luis García Pérez, genannt ‚Antúnez‘, der im April 2007 nach 17jähriger Haft auf internationalen Druck hin freikam.

Bedrohlicher Gesundheitszustand der Hungerstreikenden
Der gewalttätige Übergriff hat körperliche und psychische Schäden vor allem bei Frau Contreras’ Sohn, aber auch bei anderen Opfern hinterlassen. Frau Contreras selbst leidet bereits an Herz- und Nierenproblemen infolge des Nahrungsentzugs, bei Antúnez stellten sich ebenfalls Herzprobleme sowie eine Atemwegerkrankung ein. Contreras macht die kubanische Regierung für ihren schlechten Gesundheitszustand und ihren möglichen Tod verantwortlich. Die Dissidenten auf Kuba sehen den Hungerstreik als einzige mögliche Antwort auf die Repressalien des Staates.

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