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Kongo – Virunga-Nationalpark: Berggorilla-Baby geboren

1 März 2009 5 Kommentare Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Ende November 2008 wurde von den Vereinten Nationen das „UN-Jahr des Gorillas“ ausgerufen. Es ist beinahe so, als würden die Berggorillas im Virunga-Nationalpark merken, dass sie in diesem Jahr mit der besonderen Aufmerksamkeit der internationalen Staatengemeinschaft bedacht werden. Vor drei Tagen geschah nämlich eine (wortwörtlich) kleine Sensation: Die 34köpfige Gruppe um den Silberrücken Kabirizi hat Nachwuchs bekommen. Der jüngste Gorilla-Sprössling ist der Sohn der 18jährigen Masibo, die bereits zwei Kinder (Masibo and Rwubaka) zur Welt gebracht hat. Der stolze Vater ist Anführer Kabirizi persönlich.

„Es gibt schätzungsweise nur noch rund 720 Berggorillas. Da freuen wir uns über Nachwuchs natürlich besonders“, sagt der WWF-Artenschutzreferent Stefan Ziegler. „Jedes Individuum zählt, wenn es darum geht diese Art zu erhalten.“ Der Berggorilla gilt als „vom Aussterben bedroht“ und ist eine der seltensten Säugetierarten unseres Planeten. Nach Angaben der Umweltstiftung WWF leben derzeit im ältesten Schutzgebiet Afrikas, dem Virunga Nationalpark, in sechs Gorilla-Gruppen insgesamt 81 Gorillas. Trotz der jüngsten Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist mit der Geburt des Gorilla-Babys die Zahl der seltenen Tiere damit weiter gewachsen. „Scheinbar haben die Berggorillas einen Riecher dafür, wie sie gefährlichen Situationen aus dem Weg gehen können“, sagt WWF-Experte Ziegler. „Der Nationalpark liegt mitten in der umkämpften Krisenregion. Deshalb haben wir um das Überleben der Berggorillas gebangt.“

5 Kommentare »

  • Annika sagt:

    Schön, auch mal wieder etwas Positives zu hören, gerade wenn man bedenkt, dass der Park inmitten eines solchen Krisengebietes liegt. Aber ich hoffe, dass noch viel mehr Nachwuchs der Berggorillas in den nächsten Wochen und Monaten kommen wird. So kann man wenigstens diese Art erhalten.

  • Gerry sagt:

    Es gibt leider wie ich lese nur noch 720 freilebende Berggorillas, da ist jedes Baby ein Wunder! Nur Berggorillas bekommen nicht mehr Babys als wir, von daher bleibt die Situation sehr sehr kritisch und das heranwachsen einer stabilen Population kann noch Generationen dauern.

  • Daniel sagt:

    Ehrlich gesagt finde ich es ganz schön traurig, dass wir unsere Tiere die uns eigentlich so viel schönes bieten und geben töten. Ich finde es echt schade, denn die Tiere sind wunderbare Geschöpfe und ich kann nur zustimmen, es ist wirklich ein Wunder, das sie noch da sind und dass sie dann auch noch Nachwuchs bekommen. Ich hoffe, dass uns diese Art noch lange erhalten bleibt, aber ich glaube, dass unsere Kinder diese Tiere nur noch aus Büchern kennen lernen werden.

  • Martin sagt:

    Sicherlich ist es traurig, dass der Mensch so denkt. Aber statt einfach nur die Traurigkeit zu fühlen, sollte vielleicht jeder bei sich anfangen, etwas dagegenn zu tun. Angefangen beim Leder und dem Pelz, das kann auch aus Kunstfasern hergestellt sein, wenn man denn gar nicht darauf verzichten kann. Bei den Gorillas ist es jetzt nicht so einfach, selbst etwas zu tun, aber wenn man Projekte finanziell unterstützt, kann man auch schon einen Beitrag leisten, zumal sich die meisten Projekte dieser Art ohnehin ausschließlich über Spenden finanzieren.

  • karsten sagt:

    Lieber Martin, da muß ich dir vollkommen rechtgeben. Wir haben das Glück, daß es Organisationen gibt, die die Welt auf Probleme und auf aussterbende Arten aufmerksam machen. Nun liegt es an uns zu helfen und zu unterstützen. Und wenn es nur ein kleiner Betrag ist, den wir jeden Monat spenden. Das tut uns nicht weh!!