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Haiti und Kuba: Sturmopfer brauchen nach schweren Hurrikans noch lange Hilfe

9 September 2008 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Die Lage auf den Inseln Haiti und Kuba ist nach der jüngsten Serie von Hurrikans sehr angespannt und wird es auf längere Sicht bleiben. Neben den unmittelbaren Schäden sind auch die mittelfristigen Folgen für die heimische Landwirtschaft fatal: Engpässe bei der Lebensmittelversorgung und dementsprechend weiter steigende Preise.

Darauf weist die Welthungerhilfe in Bonn hin. Gleichzeitig bittet die Hilfsorganisation um Spenden für ihre Katastrophenhilfe und für den Wiederaufbau.
„Die vordringlichsten Aufgaben hier in Kuba sind die Notversorgung der Sturmopfer sowie die Reparatur der geschätzten 100.000 beschädigten Wohnhäuser“, sagt Richard Haep, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe in Havanna.

Die Welthungerhilfe stellt als erste Nothilfe 50.000 Euro für Kuba zur Verfügung. Mittelfristig gehe es vor allem darum, die betroffenen Kubaner dabei zu unterstützen, ihre landwirtschaftliche Produktion oder ihr Gewerbe wieder aufnehmen können:  Zahllose landwirtschaftliche Produktionsstätten wie z.B. Hühnerställe und Felder seien beschädigt oder zerstört worden, so Haep.

Auch in Haiti ist die Lage sehr ernst, große Landstriche stehen unter Wasser, Straßen sind nicht passierbar, die Stromversorgung ist unterbrochen, Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. „Sobald die Lage es zulässt, werden wir den Menschen bei der Wiederaufnahme ihrer landwirtschaftlichen Produktion helfen“, sagt Michael Kühn, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe für Haiti. So sei etwa neues Saatgut dringend benötigt, damit die Felder möglichst bald wieder bestellt werden könnten.

Die beiden karibischen Inseln Kuba und Haiti können sich traditionell nicht autark mit Lebensmitteln versorgen. Die deshalb notwendigen Lebensmittelimporte verteuern die Preise für Nahrungsmittel. Auch deshalb ist es wichtig, die heimische Produktion so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen.

Spenden für die Sturmopfer in Haiti und Kuba:

Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Nothilfe

Pressemitteilung der Welthungerhilfe

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