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Exportsubventionen vergrößern den weltweiten Hunger

7 Juni 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden
Bäuerinnen in Bolivien beim Melken. Die Milch wird anschließend zu Käse verarbeitet. © Kessler

Bäuerinnen in Bolivien beim Melken. Die Milch wird anschließend zu Käse verarbeitet. © Kessler

„Wer Exportsubventionen unterstützt, vergrößert das weltweite Hungerproblem. Durch Agrarsubventionen wird zerstört, was durch Entwicklungshilfe aufgebaut wurde. Kleinbauern, die ihre Produktion verbessern konnten, werden nicht mehr mit den subventionierten Milcherzeugnissen konkurrieren können und so Einkommen verlieren. Damit gehen Anreize zu Investitionen in die lokale Landwirtschaft der Entwicklungsländer und zur Steigerung der lokalen Produktion verloren. Das wird mittel- und langfristig neue Nahrungsmittelknappheiten auslösen. Die Menschen müssen stattdessen dabei unterstützt werden, sich selber zu versorgen und lokale Märkte aufzubauen.“

Dabei war zuletzt eine positive Entwicklung sichtbar: Heimische Milchproduktion in Entwicklungsländern war wieder profitabler geworden. Kleinbauern konnten vielerorts über lokale und informelle Märkte die steigende Nachfrage bedienen. Sie konnten sich so ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften, das ihnen ermöglichte, sich besser zu ernähren und ihre Produktion zu verbessern. Frische, lokal erzeugte Milchprodukte ersetzten zunehmend das zuvor konsumierte, importierte Milchpulver.


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