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China: Studie über Organraub

16 September 2008 Ein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Am Sonntag den 16.09.2008 protestierten Mitglieder der Falun Gong auf der Kölner Domplatte gegen Todeslager mit Organraub in ganz China. Die Falun Gong sind eine 1999 in China verbotene und in 70 Ländern der Welt praktizierende traditionelle Kultivierungsschule für Körper und Geist. Falun Gong ist nach eigenen Angaben unpolitisch und ohne religiöse Formen und Hierarchien. Wir sprachen mit einem Mitglied der Falun Gong, zitieren Auszugsweise das uns überreichte Pressematerial und informieren über die kanadische Studie der Organ Harvest Investigation.

Ihr Protest stützt sich u.A. auf eine kanadische Studie der Organ Harvest Investigation, welche nach ihrer Veröffentlichung  am 06. Juli für internationales Aufsehen sorgte. In einem 52 Seiten starken Untersuchungsbericht bestätigten der ehemalige kanadische Parlamentsabgeordnete und Staatssekretär für Asien und den Pazifikraum, David Kilgour, und der international arbeitende, rennomierte Menschenrechtsanwalt David Matas die massive und systematische Ermordung von Menschen zum Zweck der Organentnahme für Transplantationszwecke in China.

In dem Untersuchungsbericht legten die beiden Kanadier nach zweimonatigen Nachforschungen Beweise vor, die ihre anfänglichen Befürchtungen bestätigten. Nach eigenen unabhängigen Recherchen sind sie zu dem Schluss gekommen, dass weite Kreise in China, gedeckt vom Staat und Milität, bis zum heutigen Tage nicht davor zurückschrecken, in großem Maßstab Menschenleben zu vernichten, um daraus Profit zu schlagen. Aufgrund von staatlichen Statistiken, zahlreichen Interviews mit Betroffenen und Telefonmitschnitten mit chinesischen Transplatationscentren haben sie nach ihren Angaben eine Vielzahl von Beweisen sammeln können, die ein erschreckend düsteres Licht auf diese neue Form der Gewalt gegen Menschen in China werfen.

Der vollständigen Untersuchungsbericht zum Download: report20070131-eng

Organangebot und Verfolgung von Falun Gong steigen parallel
Dem Bericht zufolge ist in China von 2000 bis 2005 eine Zunahme von Transplantationen zu verzeichnen, die im Hinblick auf die Anzahl der Organspender keine nachvolllziehbare Erklärung zu bieten vermag, als dass steigendes Organangebot und Verfolgung von Falun Gong in engem Zusammenhang stehen. In einem Land das weltweit führend in der Zahl der jährlichen Hinrichtungen ist und dessen Regierung öffentlich zugab, aus den Körpern Exekutierter Organe zu Transplantationszwecken zu entnehmen, verwundert es nicht, wenn jede menschliche Hemmschwelle übertreten wird und skrupellos menschliche Körper auf dem von China belieferten internationalen Transplantationsmarkt Verwendung finden.

Auzug aud dem CDU/CSU Presseportal 11. April 07
„Der chinesischen Regierung wurde seit langem vorgeworfen, illegale Transplantationen von Hingerichteten ohe deren Einwilligung zu tolerieren. Andere Vorwürfe besagen, dass in China systematisch Falun Gong Praktizierende für Oragnspendenzwecke getötet werden. Das Einlenken der chinesischen Staatsführung ist auch ein indirektes Schuldbekenntnis. […] China täte deshalb gut daran, seine Glaubwürdigkeit durch die Zulassung von unabhängigen internationalen Untersuchungen unter Beweis zu stellen.“

Auch Sie können helfen: Bitte wenden Sie Ihre Appelle an die Bundestagsabgeordneten in Ihrem Wahlkreis oder direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Willy-Brandt-Starße 1, 10557 Berlin.

Ein Kommentar »

  • Manu Huwyler sagt:

    Ich finde es gut, dass diese Tatsachen veröffentlicht werden, denn ich China versucht die Kommunistische Partei seit Jahrzehnten alles zu vertuschen. Ich wünsche mir, dass die westlichen Medien viel mehr über diese Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden und dem Organraub berichten.
    Wie im Westen haben die Verpflichtung einen solchen grausamen Völkermord an friedliebenden Menschen, die nach hohen ethischen Werten leben, aufzuzeigen und die Täter auch zur Rechenschaft zu ziehen.
    Leider sind viele Firmen im Westen zu sehr wegen finanziellen Interessen mit China verstrickt und aus Angst machen sie KOTAU, um ja nicht ihre Pfründe aufgeben zu müssen. Ich hoffe, dass die Menschen im Westen ihr mitfühlendes Herz bei solcher Grausamkeit bewegen lassen und dass jeder mit seinen Möglichkeiten mithilft, diese Verbrechen an der Menschheit zu stoppen. Vielen Dank
    Manu Huwyler