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China Drittes Reich 2.0

6 Juli 2010 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

free-tibet-flaggeVon R. Wenserit

Zurzeit gibt es für die deutsche “Qualitäts”-Journalie nichts anderes als die WM, Lahms Anspruch auf die Kapitänsbinde, Merkels Führungsschwäche, Minderheitsregierung und der gleichen mehr. Es wird Schaum geschlagen Meinung manipuliert, und wie schon immer üblich, der Bürger für Dumm verkauft. Das warme Wetter und das WM – Sommermärchen 2.0 hat uns voll im Griff und tut sein Übriges  zu unserer geistigen Lähmung dazu. Schon seit längerem sind Menschenrechtsverletzungen, Folter, Mord, Hunger, Vertreibung, Zerstörung der Umwelt in anderen Ländern uns etwas aus dem Focus geraten. So schaut TB-news heute mal wieder in die Grauzone der Weltgeschehnisse und möchte Ihnen das momentane tägliche Leid Anderen ein wenig näher bringen.

Tibet lässt grüßen nicht nur weil heute der Dalei Lama 75 Jahre alt wird, wir wünschen ihm viel Glücklichsein, Gesundheit und noch viele erfüllte Jahre. Sondern weil Tibet nach wie vor der Drangsal “Made in China” ausgesetzt ist. Zwangssterilisation der Tibetischen Frauen und Kindestötung sind nach wie vor im Zuge der ethnischen Säuberung gängige Praxis, tibetische Demokratieverfechter und Umweltaktivisten z.B. Karma Samdrup und seine Brüder werden gequält und gefoltert während die chinesische Führung von Freiheit und Gerechtigkeit faselt und sich von gekauften bzw. Zwangsrekrutierten Jubelchinesen beim Staatsbesuch in Ottawa feiern ließ.

Der Zeitung Epoch Times liegt die Tonbandaufnahme einer Rede eines Botschaftsangestellten mit detaillierten Anweisungen an die Studenten vor. Beim Besuch des Präsident Hu Jintao in Ottawa / Kanada hatte die chinesische Botschaft chinesische Studenten zu rekrutiert, die zum Jubeln Spalier stehen und Demonstranten abdrängen sollten. Für alle mit staatlichen Stipendien in Kanada geförderten Studenten war die Anwesenheit Pflicht, um die „Reputation des Mutterlandes“ gegen „Tibeter, Falungong und Uiguren“ zu verteidigen. Dafür wurden ihnen Hotelunterkunft, Transport, Mahlzeiten und Kleidung bezahlt.  Quellen: Radio Free Asia (adap­tierte deutsche Übersetzung durch IGFM München); The Guardian; Associated Press; Epoch Times

Für uns in Europa ist es eine Selbstverständlichkeit frei unsere Meinung äußern zu dürfen, sei es öffentlich auf der Straße, sei es im Internet, in Zeitungskommentaren oder in Büchern. Wir werden dafür nicht verfolgt, gefoltert und bestraft oder sogar eingesperrt. Auch die chinesische Verfassung garantiert das Recht auf Meinungsfreiheit. Ja, Papier ist geduldig, denn trotzdem steht China ganz oben auf der Liste, wenn es um die Verletzung dieses Grundrechts geht. In China und Tibet werden Schriftsteller, Intellektuelle, Journalisten, Blogger, Menschenrechtsverteidiger und Bürgerrechtler immer rigoroser verfolgt, überwacht, drangsaliert und eingeschüchtert, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausüben. Nicht selten werden besonders unliebsame Kritiker in Haft genommen, misshandelt und zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. Unsere Politiker und Konzerne ist Dies egal solange sie ihren Vorteil vor Augen haben ignorieren sie diese faschistischen, menschenverachtenden Vorgänge Marke Drittes Reich 2.0 und freuen sich über ihren blutigen Vorteil.

Hier nur ein paar kleine Beispiele was zurzeit. von ihnen unterstützt wird!

In einem bemerkenswerten Blog teilte Dolkar Tso am 24.06.2010 ihre Eindrücke über die Gerichtsverhandlung gegen ihren Mann mit. Dieses wurde auf Woesers Blog wiedergegeben und von High­Peak­PureEarth übersetzt. Es folgt ein Absatz daraus:

„Als mein Mann vor Gericht sprach, hielt er ein wenig inne und sagte dann ‚Heute sind meine Freunde und Verwandten hier, und es gibt wohl sehr viel, das ich nicht sagen sollte’. Was wir daraufhin hörten, übertraf unsere schlimmsten Vorstellungen, wir hörten von Hunderten von verschiedenartigen grausamen Foltermethoden, Misshandlungen rund um die Uhr, von bisher unbekannten Folterinstrumenten und der Verabreichung von medikamentösen Substanzen die Augen und Ohren bluten ließen, von harten und weichen Taktiken, ja sogar davon, dass Mitgefangene herangezogen und angewiesen wurden, ein Geständnis aus ihm zu erpressen. Wenn er gewisse Details nicht sagen wollte, wurde er mental gefoltert. Wenn er essen oder zur Toilette gehen wollte, musste er ein ‚IOU’ schreiben [IOU = I owe you ist ein englischer Ausdruck für Schuldschein]. Die Summe all dieser IOUs beläuft sich bereits auf  660.00 RMB (US$96.864). Die dann ‚gekauften’ Nahrungsmittel wurden zuerst von den Leuten zermalmt, indem sie mit den Füßen darauf herumstampften. Es gab Schläge ohne jeden Grund, und das kam so oft vor, daß er sie gar nicht mehr zählen konnte. Mit trauriger Stimme sagte er, dass er sich schon aufs Sterben vorbereitet und einen Brief an seine Verwandten verfasst habe, in dem er Anweisungen gab, was sie nach seinem Tod zu tun hätten. Zwei ältere Dolmetscher, die bei der Gerichtsverhandlung übersetzten, hatten ganz rote Augen und weinten bitterlich. Der Anwalt fing auch fast zu weinen an.“

Der Anwalt Pu sagte, Karma Samdrup sei bereits 1998 und dieses Jahr wieder gefoltert worden. „Das Public Security Bureau der Präfektur Bazhou folterte ihn und versuchte ein Geständnis von ihm zu erpressen. Von den 90 kg, die er vorher wog, verlor er etwa 20 kg im Gefängnis, außerdem schuldet er der Haftanstalt und anderen Insassen 660.000 Yuan für Essen und Wasser“. Das Urteil 15 Jahre harter Arrest und fünf Jahre Entzug aller Bürgerrechte!

Associated Press erwähnt Karma Samdrup als ein Beispiel dafür, wie China neuerdings bisher politisch unauffällige tibetische Intellektuelle und Künstler verfolgt. Laut einem Bericht von Human Rights Watch sitzen derzeit 31 tibetische Musiker, Künstler und Schriftsteller in Haft, die bisher nicht durch politisch abweichende Meinungen aufgefallen waren. Eine Kampagne in dieser Härte habe sich seit der Kulturrevolution nicht mehr ereignet.

Erzwungene Abtreibungen und Sterilisationen und Kindestötung!

Es liegt z.B. der Menschenrechtsorganisation “Asia Watch” eine wachsende Anzahl von Berichten über erzwungene Abtreibungen, gleichgültig in welchem Monat die Frauen schwanger sind, und Sterilisationen vor. Detailliert schilderte der chinesische Arzt Dr. Bao Fu solche Abtreibungspraktiken schon Anfang 1987. Auch der Tibetischen Regierung im Exil liegt zurzeit eine Namensliste von 55 betroffenen Frauen vor. Der amerikanische Arzt Dr. Blake Kerr sammelte während eines Aufenthaltes in Tibet ähnliche Berichte, wobei er nur solche akzeptierte, die er für verlässlich hielt, und kam auf 92 solcher Geschehnisse. Der tibetische Arzt Pema erzählte ihm, es gebe zwei Arten so genannter chinesischer “Geburtenkontrollgruppen”, eine in den chinesischen Krankenhäusern in Tibet, eine andere, die von Ort zu Ort zieht.

Zwei geflüchtete tibetische Mönche, Nga-wang Smanla und Tse­wang Thonden, berichten: “Im Herbst 1987 stellte ein chinesisches Geburtenkontroll-Team sein Zelt in der Nähe unseres Klosters in Amdo auf. Den Dorfbewohnern wurde gesagt, dass alle Frauen zum Zelt wegen einer Abtreibung oder Sterilisation kommen müssten, wenn sie keine ernsten Konsequenzen befürchten wollen. Die Frauen, die freiwillig zum Zelt kamen und keinen Widerstand leisteten, bekamen medizinischen Beistand. Die Frauen, die sich widersetzten, wurden mit Gewalt zum Zelt gebracht und operiert, sie bekamen keinerlei medizinische Unterstützung. Selbst bei Frauen, die im neunten Monat schwanger waren, wurden die Babys herausgeholt. Wir sahen viele Mädchen weinen, und wir sahen den wachsenden Berg von Föten, der außerhalb des Zeltes lag und fürchterlich stank. Alle schwangeren Frauen wurden in den zwei Wochen, in denen das Zelt dort stand, einer Abtreibung unterzogen und anschließend sterilisiert, und alle Frauen, die hätten schwanger werden können, wurden sterilisiert.”

Noch schockierender sind die Berichte von Kindesmord, dem Töten neugeborener Kinder unmittelbar nach der Geburt. Drei Frauen berichteten Dr. Kerr,  dass Bekannte oder Verwandte ein gesundes Kind zur Welt gebracht hätten, das anschließend von einer Krankenschwester mit einer Spritze in die weiche Stelle der Schädeldecke umgebracht wurde. Der erwähnte tibetische Arzt Pema hat selbst 400 solcher tödlichen Injektionen an gesunden tibetischen Kindern gesehen. Oft werden die Kinder auch erstickt, auf dem Lande manchmal in kochendem Wasser getötet, jedoch in Kliniken, wie in der obigen Schilderung, durch die Injektion von reinem Alkohol direkt in den Schädel. Ärzte oder Hebammen, die ihre Mitarbeit verweigern, müssen um ihren Arbeitsplatz fürchten. Die Chinesen rühmen sich, 581 Krankenhäuser in Tibet eingerichtet zu haben. Die Tibeter nennen sie “Schlachthäuser”.

Denken wir doch einmal darüber nach was wir Widerstandslos hinnehmen, ohne mit den Wimpern zu zucken – um unseren vermeintlichen “Wohlstand” zu erhalten, in unserem Land sowie in anderen Ländern dieser Welt. Es ist überfällig Kollaborateure in unserem Land zu ächten, seien es ihre Produkte, oder ihre Vorstände denn wer mit China Geschäfte macht ohne diese Situation bewußt zu thematisieren ist für diese Zustände mitverantwortlich!!!

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