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Asylsuchende durch Konflikte in Afghanistan und Somalia

18 April 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

somalia-asylZum zweiten Mal in Folge stieg 2008 die Zahl der Asylanträge in den Industriestaaten. Im Vorjahr gab es auch EU-weit mehr Anträge als 2007. Dies geht aus dem UNHCR-Jahresbericht 2008 hervor, den das UN-Flüchtlings-kommissariat (UNHCR) am Dienstag veröffentlichte. Der Anstieg liegt vor allem an dem Antragsplus bei Asylsuchenden aus Afghanistan, Somalia und anderen Konfliktgebieten.

In 51 Industriestaaten wurden 2008 rund 383.000 neue Asylanträge gestellt – 12 Prozent mehr als 2007 (341.000). Dies ist der zweite Anstieg der Gesamt-jahreszahl in Folge, seit 2006 mit 307.000 Anträgen ein 20-Jahres-Tief zu verzeichnen war.

Das wichtigste Herkunftsland von Asylsuchenden war 2008 der Irak (40.500 Anträge, minus zehn Prozent gegenüber 2007 mit 45.100), gefolgt von Somalia (21.800), der Russischen Föderation (20.500), Afghanistan (18.500) und China (17.400). Manche der  Hauptherkunftsländer blieben in der UNHCR-Jahres-statistik stabil, während es bei anderen Zuwächse gab: Signifikant etwa Afghanistan (plus 85 Prozent), Simbabwe (plus 82 Prozent) und Somalia (plus 77 Prozent). Alle diese Länder waren 2008 von Unruhen oder Konflikten gezeichnet.

Die meisten Asylanträge verzeichneten im letzten Jahr wieder die USA mit geschätzten 49.000. Es folgten Kanada (36.900), Frankreich (35.200), Italien (31.200) und Großbritannien (30.500). In Deutschland wurden 22.085 Asylerstanträge gestellt. Hauptherkunftsländer: Irak (6.836 Asylanträge), Türkei (1.408) und Vietnam (1.042).

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