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Amnesty-Menschenrechtspreis für die simbabwische Organisation WOZA

24 August 2008 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

„Ich bin heute noch am Leben, weil die internationale Gemeinschaft durch Amnesty International und die Medien von unserer Arbeit erfahren hat“, sagt Jenni Williams, Mitbegründerin von WOZA (Women/Men of Zimbabwe, Arise!). Am 16. November 2008 wird WOZA mit dem 05.Amnesty International Menschenrechtspreises 2008 ausgezeichnet.

Die Organisation WOZA wird im Wesentlichen von simbabwischen Frauen und Müttern getragen, die mit friedlichen Mitteln eine Verbesserung der Menschenrechtslage und sozialen Situation im Land fordern. Trotz der schwierigen politischen Bedingungen in Simbabwe organisieren WOZA Massenproteste wie Demonstrationen, bei denen sie auf der Straße singen, tanzen, beten und Blumen an Passanten verteilen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Mit Erfolg – WOZA hat sich mit mittlerweile mehr als 35.000 Mitgliedern zur größten zivilgesellschaftlichen Organisation des Landes entwickelt.

Immer wieder werden Mitglieder von WOZA wegen der „Teilnahme an einer öffentlichen Versammlung in der Absicht, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu stören“ inhaftiert. Zuletzt am 28. Mai 2008 als 13 Frauen und ein Mann bei einer friedlichen Demonstration festgenommen wurden. Sie hatten ein Ende der Gewalt gefordert, die seit den Präsidentschaftswahlen im März die politische Situation in Simbabwe prägt. Nach öffentlichen Protesten und Aktionen u. a. von Amnesty International sind auch die beiden Führungsmitglieder der Organisation, Jenni Williams und Magodonga Mahlangu, am 3. Juli unter Auflagen endlich aus der Haft entlassen worden. Das Gerichtsverfahren gegen die insgesamt 14 WOZA-Mitglieder ist noch nicht abgeschlossen.

Quelle: Amnesty International

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