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Achtung Tierhalter: Tiere vor der Kälte schützen

8 Januar 2009 3 Kommentare Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden
Tierrechtsorganisation - Tiere vor Kälte schützen

Tierrechtsorganisation erinnert an das Tierschutzgesetz und fordert tierfreundliche Menschen auf Missbrauch zu melden. Bild: Dieter Schütz / pixelio

Die derzeitige klirrende Kälte nimmt die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) zum Anlass und erinnert Tierhalter, dass sie nach dem Tierschutzgesetz verpflichtet sind, durch geeignete Unterstände ihrem Tier ausreichend Schutz vor Kälte, Wind und Nässe zu geben. Noch viel zu häufig käme es zu Erfrierungen von Gliedmaßen, zu Unterkühlungen oder zum Tode durch Erfrieren bei Pferden, Schafen oder Rindern.

Ein geeigneter Witterungsschutz für diese Tiere muss laut PETA Schutz vor Wind sowie Regen- und Schneestürmen bieten und einen Wärme dämmenden Untergrund aufweisen. Den Tieren in der Freilandhaltung würde weniger die Kälte zusetzen sondern vielmehr seien Unterkühlungen bei Temperaturen um 0°C mit gleichzeitigem Regen und Wind zu erwarten. Dabei könne selbst ein guter Ernährungszustand die Kälte und Nässe nicht kompensieren.

„Auch wir Menschen frieren, wenn wir bei Minustemperaturen nasse Kleider tragen müssen, bei Tieren ist das nicht anders“, so Harald Ullmann von PETA.

Ein Unterstand, der auf 3 Seiten geschlossen sein soll, verhindere die Auskühlung des Körpers bei eisigem Wind und klirrender Kälte und schütze vor Durchfeuchtung des Haarkleides bei anhaltender Nässe.

Auch an herrenlose Katzen denkt PETA: „Wer die Möglichkeit hat, soll in Scheunen oder Gartenlauben einen trockenen Unterschlupf anbieten.“

Immer noch werden in Deutschland sehr viele Hunde an Ketten oder in Zwingern gehalten. Die Bundeshundehaltungsverordnung schreibe in §4 vor, dass Hunde, die im Freien gehalten werden, Zugang zu einer Schutzhütte aus Wärme dämmendem Material haben müssten. Die Hütte müsse so bemessen sein, dass sich der Hund darin verhaltensgerecht bewegen und hinlegen könne und den Innenraum mit seiner Körperwärme warm halten könne.

PETA fordert die Öffentlichkeit auf, die Fälle von nicht artgerechter Tierhaltung dem örtlichen Tierschutzverein, der Veterinärbehörde, der Polizei oder PETA zu melde.

3 Kommentare »

  • Sabine sagt:

    Sehr gut, dass die PETA die teilweise doch völlig unverantwortlichen Tierhalter hier einmal an ihre Pflichten erinnert. Wenn ich mir vorstelle, dass manche Tiere, egal, ob Schafe, Katzen oder Hunde, bei diesen Temperaturen draußen bleiben müssen, das ist einfach unfassbar. Unser Hund ist auch den ganzen Tag auf dem Hof, aber mehr, weil er sich da in Ruhe austoben kann. Spätestens nachts holen wir ihn aber auch ins Haus, obwohl er eine wirklich schöne Hütte hat, aber bei diesen Temperaturen den da draußen zu lassen, das könnte ich vor mir selbst nicht verantworten.

  • Silvia sagt:

    Wären Hunde, Katzen, Schafe, Pferde etc. in unseren Breitengraden an eine solche Kälte gewöhnt, hätten sie sicherlich mit den Temperaturen auch keine Problem. Sind sie aber nicht und das ist der springende Punkt. Auch ich habe einen Hund der den ganzen Tag über draußen ist und er kann die Kälte sehr gut ab, solange er in Bewegung ist! Ich mag aber gar nicht an Hunde in Zwingern denken, die noch nicht einmal genug Platz haben sich warm zu laufen.

  • Heike sagt:

    Ich habe zwar keine Pferde und auch keine Rinder, aber ich kann das schon irgendwie verstehen. Deren Fell und Haut ist ja auch nicht ewig dick und somit frieren sie bei diesen Temperaturen sicherlich auch sehr. Ich finde es gut, dass darauf hingewiesen wird, denn man sollte seine Tiere auch im Winter ausreichend gut betreuen, dass man im Sommer auch wieder etwas von ihnen hat.

    Mein Hund bekommt auch eine Decke wenn wir rausgehen, denn er friert auch sehr schnell und ich würde es mir nie verzeihen, wenn er erfrieren würde oder Schäden davon tragen würde.