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Irak-Resettlement: Wichtiges humanitäres Signal

21 März 2009 Noch kein Kommentar Diesen Artikel drucken Diesen Artikel per E-Mail versenden

Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) dankt den Behörden und der Zivilgesellschaft in Deutschland für die warmherzige Aufnahme besonders schutzbedürftiger irakischer Flüchtlinge.

Die Bereitschaft Deutschlands, 2.500 irakischen Flüchtlingen aus Syrien und Jordanien im Rahmen des UNHCR-Neuansiedlungsprogramms eine dauerhafte
Perspektive zu ermöglichen, sei ein „wichtiges humanitäres Signal für den Flüchtlingsschutz und der Solidarität“, so die UNHCR-Vertreterin für Deutschland und Österreich, Anne-Christine Eriksson. Deutschland gehöre damit neben den USA, Kanada und Australien zu jenen EU-Staaten wie Frankreich, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden, die bereits in Zusammenarbeit mit UNHCR irakische Flüchtlinge aus den Erstzufluchtsländern der Region  aufnehmen.

Die UNHCR-Vertreterin hob in diesem Zusammenhang auch die „spürbare gesamtgesellschaftliche Akzeptanz“ in Deutschland hervor, „das gemeinsame Bemühen aller Beteiligten und Verantwortlichen, die Aufnahme zu einem Erfolg werden zu lassen.“ Eriksson: „UNHCR ist für das Engagement und die Unterstützung der vielen Menschen in Behörden, Verbänden, Initiativen und Institutionen sehr dankbar, die sich für die Aufnahme der irakischen Flüchtlinge in den letzten Wochen und Monaten eingesetzt haben.“

Die Neuansiedlung von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen (Resettlement) aus Erstzufluchtsländern wird seit Jahrzehnten von UNHCR in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Staaten durchgeführt. Sie gilt als wichtiges Instrument des internationalen Flüchtlingsschutzes, wenn weder eine freiwillige Rückkehr in das Heimatland noch eine dauerhafte Integration im Erstzufluchtsland für die Betroffenen möglich ist. Hierfür stellen eine Reihe von Staaten in Zusammenarbeit mit UNHCR jährliche Aufnahmekontingente zur Verfügung.

Insgesamt wurden so im letzten Jahr weltweit über 65.500 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus Erstzufluchtsländern in Drittstaaten aufgenommen, allein in den USA knapp 48.000. Es folgen Kanada (5.542), Australien (5.133) und Schweden (1.541). Die Flüchtlinge stammen vor allem aus Myanmar (23.225), dem Irak (17.710), Bhutan (8.119), Somalia (3.485) und Burundi (3.132).

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